10 Gründe warum eine Solo Weltreise dein Leben verändert

Lesezeit: 14 Minuten

Eine Langzeitreise ist transformativ. Sie kann den innersten Kern eines Menschen verwandeln – und zwar zum Positiven.

Ich habe gnadenlos heiße Nächte und Wassermangel, vergebliche Kämpfe gegen Mücken und Stunden ratloser Einsamkeit erlebt. Es war sonderbar und anstrengend und wunderbar anders und genau dafür war ich unterwegs.

Irgendwo zwischen Bangkok, Queenstown und Siem Reap habe ich mich verändert.  Zwischen den Kontinenten und den verschiedenen Kulturen, den Klimazonen und den Abenteuern, den Schwierigkeiten und den glücklichen Tagen bin ich ich selbst geworden.

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Doch was heißt das genau? Diese Veränderungen in Worte zu fassen ist nicht wirklich einfach. Ich habe es versucht und 10 Arten zusammengestellt, wie du dich während einer Langzeitreise verändern wirst.

Es wird sehr viele Dinge geben, die du lernen wirst und ich meine damit nicht, dass man in Südostasien das Klopapier immer in den Mülleimer und auf keinen Fall in die Toilette wirft. Immer. Oder, dass es einfach nicht hilft, mit dem Fingernagel ein Kreuz auf einen asiatischen Mückenstich zu machen, um das Jucken loszuwerden. Bedauerlicherweise.

Es geht mir darum, wie dich das Pläneschmieden und Träumeleben verändern wird. Nie wirst du dich lebendiger fühlen, nie wirst du mehr über deine Grenzen, deine Identität, deine Schwächen und deine Stärken erfahren, als beim Reisen.

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Hier sind die 10 wichtigsten lebensverändernden Auswirkungen einer Weltreise:

1.      Reisen machen dich geselliger

Bist du ein introvertierter oder ein extrovertierter Mensch? Auf Reisen ist das völlig nebensächlich, denn du verwandelst dich zwangsweise in einen kontaktfreudigen Menschen. Du wirst schnell lernen, auf andere Menschen zuzugehen, Sprachbarrieren zu überwinden und nach dem Weg zu fragen.

Zu Beginn meiner Reise war ich eigentlich lieber alleine als in größeren Gruppen unterwegs und es fiel mir nicht besonders leicht, einfach so fremde Menschen anzusprechen. Das ist jetzt kein großes Problem mehr für mich. Vielleicht liegt das auch ein bisschen an der englischen Sprache, aber merkwürdigerweise fällt mir sogar das Smalltalken leichter. Und das Schönste: Unterwegs hat man oft das Gefühl, als würde man sich schon seit Jahren kennen. Über den Smalltalk ist man also schnell hinaus und sinniert lieber über die wichtigen Dinge im Leben – zum Beispiel, wo man abends feiern gehen wird. ;-)

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Während einer Weltreise alleine zu sein ist eigentlich so gut wie unmöglich (außer man ist ein grantiger Mensch) – vor allem wenn man in Hostels übernachtet. In den günstigen Mehrbettzimmern habe ich jeden Tag unzählige Backpacker aus den verschiedensten Ländern kennen gelernt. Egal ob schnarchender 40-jähriger Spanier, britische Mädels, die ständig betrunken waren oder abenteuerlustige Langzeitreisende und Pärchen – alle verband eine Art aufgeschlossene Geselligkeit, die einfach ansteckend war.

2.      Du lernst dich selber besser kennen

Auf Reisen kannst du das Leben völlig anders in Angriff nehmen.

Du kannst bei sternenklarer Nacht am Lagerfeuer tiefgehende Gespräche mit Menschen führen, die du erst seit wenigen Stunden kennst. Du kannst auf langen Busfahrten einfach mal abschalten und in Ruhe erkunden, wofür dein Herz wirklich schlägt. Räum das Chaos in deinem Kopf auf. Du kannst dich von den Orten und den wunderbaren Menschen die du triffst inspirieren lassen. Lass die Gedanken schweifen.

Du kannst aus deiner normalen Rolle fallen, denn Niemand ist ein bestimmtes Verhalten von dir gewohnt. Niemand hat ein vorgefertigtes Bild von dir. Du kannst dich theoretisch jeden Tag neu erfinden! Wenn du möchtest, kannst du dir in einer Stadt einfach eine neue Identität erschaffen und ein völlig anderer Mensch sein. Wie willst du einen Tag lang heißen? Wie willst du sein und was hindert dich daran, immer so zu sein? Probier dich aus.

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Du kannst dich ganz auf dich selbst konzentrieren und erforschen, was dich wirklich interessiert. Niemand aus deinem Umfeld sagt dir, wie du dich verhalten sollst, was deine Ziele und nächsten Schritte sind und niemand fragt dich nach deinen Karriereplänen oder macht dir Vorwürfe. Du kannst einfach ganz du selbst sein. Das Einzige was auf Reisen zählt, ist der Augenblick.

3.      Reisen machen dich selbstbewusster und mutiger

Du reist alleine um die Welt, kletterst auf Berge, schwimmst am anderen Ende der Welt im Meer und findest dich (manchmal mehr, manchmal weniger) problemlos in unbekannten Städten zurecht. Du verlässt dich komplett auf dich selber, kaufst in fremden Sprachen Bustickets, probierst unbekanntes Essen aus und freundest dich mit Fremden an. Kurz gesagt: Während einer Weltreise erlebst du fantastische Sachen.

Doch genau dann, wenn dir ein Land vertraut vorkommt, du die Währung im Schlaf umrechnen und ein paar Brocken in der Landessprache sagen kannst, zieht es dich weiter. Vor jedem Aufbruch in ein unbekanntes Land, schleicht sich wieder die Angst ein, alleine aufzubrechen. Du beginnst von vorne. Ständige Selbstüberwindungen ermöglichen ein kleines bisschen Abenteuer in einer normalerweise allzu geordneten Welt. Und vielleicht wirst Du es sogar irgendwann lieben, nicht zu wissen, wo du die nächste Nacht verbringen wirst.

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Nachdem du so viel bewältigt hast und aus dem Erzählen nicht mehr rauskommst, bist du um Einiges selbstbewusster. Eine lange Reise gibt dir das Gefühl, einfach alles schaffen zu können. Es macht irgendwie ein bisschen unbesiegbar.
Und besonders die negativen und anstrengenden Seiten am Reisen sind wichtig. Manchmal geben einem nur hart erkämpfte Siege das nötige Selbstvertrauen. Ärger, Unannehmlichkeiten, Irrtum – dadurch bleibt die Erinnerung besonders leuchtkräftig.

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