Joshua Tree National Park – Der Ort, an dem die Kakteen angreifen

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IMG_1191-001Es erstaunt mich immer wieder, wie riesig die Nationalparks in den USA sind. Der Joshua Tree National Park umfasst gleich mehrere Wüsten und wir brauchen einen kompletten Tag, um den Park mit dem Auto zu durchqueren. In der Sonora-Wüste treffen wir auf bizarre Gesteinsformationen aus Granit und Unmengen an „Cholla“ Kakteen.
Dieser Kaktus wird auch „Jumping Cactus“ genannt, da viele meinen, sie hätten den Kaktus nicht angefasst und er würde sie mit seinen Nadeln „anspringen“. Ich denke allerdings eher, dass der Kaktus nicht springt, sondern einen zum Springen bringt. 😉 Es ist nämlich sehr sehr schwierig die vielen feinen Nadeln zu entfernen.
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“Ich tarne mich einfach als Giant Saguaro Cactus, dann weiß niemand, dass ich ein Cholla bin!”

 

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Wenn der Park in die Mojave-Wüste übergeht, verändert sich die Landschaft. Hier findet man vor allem die namensgebenden Joshua Trees. Das ist allerdings eine unpassende Bezeichnung, da es sich nicht um Bäume sondern um eine weitere Kaktusart handelt. Die Joshua Trees  erzeugen ein bizarres Bild, da manche unglaublich in die … Weiterlesen

Der Wüstenregenbogen

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Irgendwo in der Sonora-Wüste zwischen Yuma und Phoenix befindet sich ein kleiner Ort, der einen verschluckt und mitten in eine andere Zeit eintauchen lässt – in eine düstere und ursprünglichere Zeit.
Diesen Ort zu finden gleicht bereits einer Zeitreise. Mit jeder Stunde, die Gary, Helen und ich mit dem Auto weiter in die Wüste hineinfahren, wird die Landschaft etwas flacher, die Erde brauner und karger und die Kakteen und Büsche größer.

Helen entspannt sich mehr und mehr und lässt ihren Blick über den Horizont schweifen. Schon als kleines Kind war sie oft in der Wüste und liebt seitdem das Panorama der unendlichen Weite, erzählt sie mir.  In Gedanken sehe ich in den Augen dieser warmherzigen, ruhigen, „amerikanische Lady“ ein Mädchen, das zwischen Kakteen Slalom läuft und Steine sammelt.
Gary zeigt auf  einen besonders imposanten Kaktus, den „Giant Saguaro Cactus“ und ich sehe seinem grauen Schnauzbart beim Tanzen zu, während er mir Geschichten zu verschiedenen Kakteenarten erzählt, die an uns vorbeifliegen.

Die Kakteen wirken fast lebendig und scheinen mir entweder zuzuwinken, mich zu einem Faustkampf herauszufordern oder wild zu tanzen. Ich fühle mich beobachtet, denn sie stehen in kleinen Gruppen zusammen – fast so als hätten sie ein Geheimnis und würden sich flüsternd unterhalten. Die Kaktus-Arme sind in der Luft erstarrt, als würden sie die Luft anhalten, damit man nicht mitbekommt was sie gerade aushecken.

Die einsame Landschaft zieht an uns vorbei, während die Wolken immer gewaltiger und dunkler werden und den bedrohlich vor uns aufragenden Berg „Castle Dome“ umrahmen.  Endlich erreichen wir unser Ziel und ich springe aufgeregt aus dem Auto. Die Geisterstadt Castle Dome City scheint dem alten 6,5-stündigen Western „Lonesome Dove“ entsprungen zu sein.

Alte Gold- und Silberminen beherrschen das Bild und sprenkeln die Ebene, die sich vor dem Dorf bis in die … Weiterlesen

Los Algodones, Mexiko – Die Stadt der alten Amerikaner

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border6-001Sich eine mexikanische Grenzstadt anzugucken ist eine ungewöhnliche Erfahrung, die man wirklich machen sollte wenn man in der Nähe ist.

 „Wie, wirklich? Toben da nicht überall Drogenkriege?“

Sobald man die Grenze überquert und in Los Algodones ankommt, sieht man, dass einem dort nur eine einzige Gefahr droht: Man könnte Pleite zurückkommen 😉 Die Stadt besteht quasi komplett aus Souvenirläden und Restaurants und die Drogenkartelle werden hier nicht geduldet, denn das würde das lukrative Geschäft mit den amerikanischen Touristen zerstören.
border5-001 Vor allem die ältere Generation der Amerikaner kommt gerne hierher, was sich 100% in den Shops widerspiegelt. Überall werden günstige Medikamente und Alkohol angeboten und man findet an jeder Ecke Optiker und Zahnärzte. 90% der Leute, die hier in der Stadt herumlaufen sind Touristen und bloß 10% sind Mexikaner, weswegen die Mexikaner hier auch wirklich gut Englisch sprechen. Die Atmosphäre ist sehr fröhlich hier und besonders amüsant fand ich die Begrüßung „Hey beautiful“ überall und die scherzhaften Heiratsanträge. 😉

border3-001Besonders niedlich sind die verschiedenen Charaktere, die man hier trifft, wie zum Beispiel knurrige Shrimps-Verkäufer oder die „Asparagus Lady“. Eine (man kann es nicht anders formulieren) unglaublich fette Mexikanerin, die durch die Straßen zieht, fröhlich Spargel verkauft, im Restaurant die Männer zum Tanzen auffordert und alle mit „Hey Baby“ begrüßt.
Der kleine Tagesausflug hierhin war wirklich lustig, doch nach einer Weile gehen mir die ganzen Verkäufer auf die Nerven und ich sehne mich nach etwas … Weiterlesen

Der Tag, an dem ich fast vor Gericht landete

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IMG_0917aEine Sache, die definitiv auf meiner Reisetraumwunschliste steht: Auf der Historic Route 66 fahren!
In Arizona bekomme ich dann endlich die Gelegenheit dazu. Wir fahren in Oatman los und die Route 66 windet sich kurvig durch die wunderbare wüstenhafte Landschaft. Bei perfektem Sonnenschein und guter Musik fahre ich die hügelige Straße hoch und runter und meine Laune könnte nicht besser sein. Nach ein paar Stunden muss ich die Route 66 leider wieder verlassen, da wir einem neuen Ziel entgegen fahren: Es geht zum Grand Canyon!

Wenigstens kann ich auf dem Highway wieder schneller fahren. Ich checke allerdings die ganze Zeit meine Geschwindigkeit auf dem Navi, damit ich keine einzige Meile zu schnell fahre. Klingt spießig? Hier in den USA ist das leider notwendig, denn es gibt keinen 5 km/h Spielraum wie in Deutschland. Bereits bei einer Meile zu schnell ist ein saftiges Knöllchen fällig. Und ab 10 mph zu schnell wird es richtig ärgerlich, da man dann vor Gericht erscheinen muss und vom Richter eine noch höhere Geldstrafe aufgebrummt bekommt. Verrückt, oder?!

Ich fahre also total brav die ganze Zeit 75 mph, was teilweise sehr nervig ist, weil es andauernd bergab und bergauf geht! Nachdem wir kurz tanken waren fahre ich wieder auf den Highway und wir befinden uns mitten in einer Baustelle, weshalb ich auf 70 mph abbremse. Auf einmal sehe ich Blau- und Rotlicht im Rückspiegel und es klebt ein Polizeiwagen hinter mir. Wo kam der bloß her? Die scheinen sich unglaublich gut zu tarnen!! Zu dem Zeitpunkt habe ich mir noch nichts dabei gedacht und fand das einfach interessant mal angehalten zu werden. Ich fahre also rechts ran, rolle das Fenster runter, ziehe meine Sonnenbrille aus, lege meine Hände aufs … Weiterlesen

Oatman – Die Geisterstadt die nicht sterben will

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In Arizona haben wir ein besonderes Goldschätzchen besucht – sprichwörtlich! Die Ghost Town „Oatman“ ist ein alter Goldgräberort und liegt direkt an der Route 66. Da der Goldpreis in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist, wurden die alten Minen wieder reaktiviert und dem Ort neues Leben eingehaucht. Oatman war allerdings schon immer eine lebendige Geisterstadt mit sehr vielen Touristen. Einige Besucher sind Clark Gable Fans, die unbedingt in dem kleinen Hotel übernachten wollen, in dem er einen seiner Filme gedreht hat.

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IMG_0909Die meisten Leute fahren jedoch nach Oatman, weil hier eine ganz besondere „Route 66“-Nostalgie herrscht. Kleine Shops verkaufen Ledersachen, Bronzeschmuck und Route-66-Souvenirs und mittags wird eine Outlaw-Show dargeboten, bei der sich ein paar Bankräuber in Wild-West-Manier um Gold streiten und um sich schießen. Oatmans Hauptattraktion, die wilden kleinen Packesel, lassen sich von diesem Spektakel allerdings überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Zu den alten Goldgräberzeiten unterstützten sie die Minenarbeiter bei der Arbeit, wurden dann aber freigelassen, nachdem die Minen geschlossen wurden. Seitdem strolchen die kleinen frechen Esel durch den Ort und klauen einem das Essen aus der Hand. Sie scheinen besonderen Gefallen an Eis gefunden zu haben und haben mich durch den … Weiterlesen

San Francisco – Die europäischste Stadt der USA

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San Francisco ist von der Atmosphäre her eine unglaublich entspannte Stadt. Die Häuser haben richtig schöne Fassaden und die Feuerleitern sind in der gleichen Farbe gestrichen wie die Hauswände, weshalb die Stadt unglaublich gepflegt wirkt.
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Das viele Wasser rund um die Stadt mäßigt  das Klima und erzeugt in den Sommermonaten das Nebelphänomen, dass dann an manchen Tagen die Golden Gate Bridge komplett verschluckt.

IMG_0765-001Ganz untypisch für amerikanische Großstädte ist alles leicht zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und die Busse fahren sogar rund um die Uhr. Man kann in San Francisco also sicher sein, dass man nach einer durchfeierten Nacht zu jeder Uhrzeit entspannt nach Hause kommt! 😉 Im Vergleich zu anderen amerikanischen Städten ist San Francisco zwar recht klein und kompakt und man kann sich kaum verlaufen, da die Straßen größtenteils parallel verlaufen, aber man sollte die Hügel nicht unterschätzen. Die Stadt besteht aus 7 Haupthügeln mit insgesamt 43 „kleineren“ Hügeln. Die Einwohner hier brauchen keine Fitnessstudios, denn Lombard Street, die kurvenreichste Straße der Welt, hat zum Beispiel ein Gefälle von 27%. Es ist also eine gute Idee, die Stadtkarte zwei Mal zu überprüfen und sich absolut sicher zu sein, dass man in die richtige Richtung läuft. Ansonsten muss man vielleicht wieder einen Hügel hochlaufen!
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The Wharf

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Einer der schönsten Orte in San Francisco ist eindeutig „Fisherman’s wharf“. Am Pier 39 findet man unzählige Restaurants (mit Fischgerichten natürlich) und kleine Shops.

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Die eigentliche Attraktion sind allerdings Hunderte Seehunde die direkt im Hafen faulenzen und sich nicht von den begeisterten Touristen stören lassen.IMG_0713

Nachmittags haben wir “The Wharf” verlassen und eine einstündige Bootstour durch San Franciscos Bay gemacht. Es ging unter der Golden Gate Bridge hindurch und an Alcatraz (spanisches Wort für Pelikan) vorbei. Alcatraz sollte eigentlich ein Militärstützpunkt sein, doch es war den Soldaten zu ungemütlich, weshalb das Gebäude von 1934 bis 1964 als Gefängnis-Endstation (für Mobster wie Al Capone) genutzt wurde. Hier sind einige Eindrücke:

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Die Golden Gate Bridge überbrückt die 2042m lange natürliche Einfahrt zur Bucht von San Francisco. Die maximale Querschwingung der Hängebrücke beträgt 67m.
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Muir Woods – Eine Kathedrale aus Bäumen

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Nach San Franciscos lauter Begrüßung am Vortag machen wir erst einmal einen kleinen Ausflug zu den friedvollen Redwood Mammutbäumen im Muir Woods National Monument! Wir kommen frühmorgens an und sind froh, dass wir Pullover dabei haben, denn im Wald ist es gefühlte zehn Grad kälter als in der Stadt.

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Die circa 80 Meter hohen Bäume sind wirklich grandios und der Wald wirkt wie eine riesige Kathedrale. Viele der Coast Redwoods sind über 800 Jahre alt, manche sogar mindestens 1000. Sie wachsen neben toten Bäumen, verrottenden Stämmen und diversem Gestrüpp. Der Wald bietet einer großen Anzahl von Pflanzen und Tieren, die sich an das schwache Licht und die feuchten Bedingungen gewöhnt haben, einen Lebensraum. Schwertfarne und Moose wachsen im Nasskalten, Ahornbäume recken und strecken sich, um etwas Sonne zu erreichen und wilde Blumen zieren den Waldboden. In diesem stillen Wald scheinen kaum Tiere zu leben, doch wenn man ganz leise ist, kann man Eulen, Fledermäuse, Rehe, Waschbären, unzählige Vögel, Streifenhörnchen und Eichhörnchen hören und vielleicht sogar sehen.

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IMG_0652b-001Nebel und Feuer
Redwoods blühen nur an Kaliforniens Küsten im Nebel-Gürtel wirklich auf. Im trockenen Sommer … Weiterlesen

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