Work & Travel in Neuseeland – Die schönsten Arbeitsplätze Teil 1

Lesezeit: 6 Minuten


Während meiner Zeit in Neuseeland habe ich unzählige Backpacker getroffen, die Work & Travel in Neuseeland gemacht und mir von ihrer grandiosen Zeit erzählt haben. Ich muss zugeben, ich war ein wenig neidisch, denn ich wäre sehr gerne auch länger in diesem Land geblieben.

Doch 100%ig glücklich waren viele Work & Traveler dann doch nicht und ich habe ziemlich schnell den Grund dafür herausgefunden. Ein ganzes Jahr lang sind sie völlig planlos durch das Land gezogen und mal hier mal dort länger geblieben, um etwas Geld zu verdienen. Was eigentlich nach absoluter Freiheit klingt hatte einen gewaltigen Haken:

Nur wenige Wochen vor dem Heimflug trafen viele auf ihre absoluten Lieblingsorte und konnten nicht länger bleiben. Wie oft habe ich zu hören bekommen: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann wäre ich hier als erstes hingefahren und viel viel länger geblieben.“

Manchmal ist es eben doch ganz gut, wenn du  nicht völlig planlos reist, sondern dir vorher ein paar Gedanken machst und eine grobe Reiseroute zurechtlegst. Denn das Schönste kommt zwar oft zum Schluss – aber wäre es nicht schöner, wenn du es vom Anfang bis zum Schluss haben könntest?

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Nach ein paar Hostel-Übernachtungen in Neuseeland ist mir verwundert aufgefallen, dass jeder zweite Backpacker der Work & Travel in Neuseeland macht, aus Deutschland kommt! Als ich bei den Waitomo Caves war wurde mir das fast zu viel, denn in meinem Hostel waren wirklich nur Deutsche, weshalb ich fast nicht glauben konnte, dass ich immer noch in Neuseeland war.

Was Work & Travel angeht scheinen wir das reisefreudigste Land zu sein und Neuseeland ist neben Australien unser beliebtestes Reiseziel für eine einjährige Auszeit. Wenn du meine bisherigen Blogposts über Neuseeland gelesen hast, dann wirst du auch verstehen, was alle nach Neuseeland zieht. Es ist ein wundervolles, abwechslungsreiches Land mit freundlichen Menschen und unzähligen Jobmöglichkeiten.

Doch wie kommst du neben so vielen anderen Backpackern eigentlich an einen guten Job?

 

traveller-349963_640-001Solltest du eine Organisation bezahlen, damit sie dir bei der Suche hilft? Was für Jobs gibt es überhaupt für Work & Traveler und ist es schwierig einen zu bekommen?

Das sind anfängliche Sorgen, durch die sich viele von einem Work & Travel Jahr abschrecken lassen. Doch wenn du ein aufgeschlossener Mensch bist, der sich nicht scheut, einfach nach Arbeit zu fragen, dann wirst du keine Probleme haben einen Job zu finden.

Neuseeland ist mittlerweile auf Work & Traveler angewiesen und du wirst, dank des hilfreichen Vorurteils der „pünktlichen und hart arbeitenden Deutschen“, gerne gesehen sein. ;-) Du solltest bei der Suche bloß etwas flexibel sein. Aber um vorab deine Nerven zu beruhigen empfehle ich dir folgende Artikel:

Auf Reisen Geld verdienen
Work & Travel organisieren
Backpacking in Neuseeland
Schnell an einen Job kommen

Viel wichtiger als „Oh je, wie komme ich in Neuseeland an einen Job?“ ist allerdings die Frage, wo du in Neuseeland überhaupt mit der Jobsuche anfangen solltest. Schließlich willst du nicht, dass es dir genauso geht wie den Work & Travelern, die bedauern, nicht genug geplant zu haben. Das Land ist größer als du denkst und so vielfältig, dass du, auch wenn du ein ganzes Jahr Zeit hast, nicht alles wirst sehen können.

Was möchtest du also unbedingt erleben und was sind deine Schwerpunkte? Wie der Name „Work & Travel“ schon sagt, geht es darum, zwischendurch Geld zu verdienen, um dann das Land bereisen zu können. Doch an welchen Orten kannst du diese beiden Dinge am besten verbinden? Besser gesagt:

Was sind die schönsten Arbeitsplätze für Work & Travel in Neuseeland?

Zuallererst empfehle ich dir, ein gebrauchtes Auto zu kaufen, wenn du länger als drei Monate durch Neuseeland reisen möchtest. Es gibt natürlich viele günstige Buslinien und Busfahren ist in Neuseeland definitiv eine Alternative, aber viele Orte sind dann doch etwas abgelegen. Und wenn du länger an einem Ort bleibst, willst du schließlich neben der Arbeit auch deine Umgebung erkunden und spontane Ausflüge machen. Auf die Dauer gesehen, ist das mit dem Auto deutlich günstiger, weil du nicht auf teure Touri-Ausflüge angewiesen bist. Stattdessen kannst du spontan selbst mit deinem Auto die hintersten Winkel erkunden und bist flexibel, wenn in der nächsten Stadt ein interessanter Job winkt.

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Wenn du also die Transportfrage geklärt hast, wirst du als nächstes überlegen, wo du mehr Zeit verbringen willst: Auf der Nordinsel oder auf der Südinsel?

Grob zusammengefasst ist die Nordinsel wärmer und trockener als die Südinsel und du triffst hier auf grandiose Strände und größere Städte. Die Südinsel lockt dich dafür mit wundervollen Seenlandschaften, unzähligen Adrenalinkick-Aktivitäten und Partystädten. Eigentlich klingt für dich alles davon super? Um dir die Entscheidung etwas leichter zu machen, habe ich die schönsten Orte verschiedenen Kategorien zugeordnet. Hier solltest du also deine für dich perfekten Orte finden, die unbedingt auf deine grobe Reiseroute gehören.

Der Wassersportler

 

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Wahrscheinlich wirst du dein Abenteuer in Auckland beginnen, da die meisten internationalen Flüge hier landen. Auckland wirkt für Europäer eher wie eine Kleinstadt, obwohl es Neuseelands größte Stadt ist. Neuseeland hat insgesamt nur knapp 4,4 Millionen Einwohner und davon leben allein 1,4 Millionen in Auckland.

Es ist eine sehr grüne Stadt und ich liebe die maritime Atmosphäre.  In Auckland gibt es drei Häfen und jeder vierte Einwohner besitzt ein Boot, weshalb die Stadt auch City of Sails genannt wird. Wenn du segeln möchtest, dann ist diese Stadt ideal für dich. Aber auch für alle anderen ist Auckland ein super Startpunkt, denn hier lässt sich eigentlich immer ein Job finden.

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Windsurfer und Kitesurfer zieht es eher ans südliche Ende der Nordinsel nach Wellington. Dank der Lage an einer Landspitze ist die Stadt starken Windströmungen ausgesetzt – daher auch der Spitzname „Windy Wellington“. Die Stadt hat allerdings nicht nur unzählige Windsurfspots zu bieten, sondern ist auch die Hauptstadt Neuseelands und bei Kulturliebhabern beliebt – vor allem Dank des kostenlosen Te Papa Museums.

Die Stadt ist gemütlich und lebendig zugleich. Am Hafen joggen Leute, überall sind Parks und Plätze zum Entspannen, im Wasser paddeln direkt neben den großen Schiffen Kajaks und Stand-Up-Paddling Boards und die Menschen strahlen eine gewisse Gelassenheit aus.

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Den allerbesten Platz für Surfer habe ich auf der Südinsel in Westport entdeckt. Und das liegt nicht am Ort, der nicht besonders hübsch oder interessant ist, sondern eindeutig am „Bazil’s Hostel“. Wenn du hier einen Job bekommst, dann hast du einen Glücksgriff gelandet (frag einfach per Email an). Das Hostel bietet eine genial entspannte Athmospäre: Überall im Garten stößt man auf Hängematten und das Gebäude ist mit Kaminen durchzogen, vor denen kleine hosteleigene Katzenkinder dösen (eine Katzenallergie solltest du also nicht haben!).

Das Hostel hat nicht so viele Zimmer, also fällt auch nicht allzu viel Arbeit an. Das Beste ist allerdings, dass das Hostel gleichzeitig eine Surfschule ist! Du kannst dich also am fünf Minuten entfernt liegenden Strand als Surflehrer austoben und dir in deiner Freizeit kostenlos ein Surfboard oder ein Stand-Up-Paddling Board ausleihen. Genial!

Tipp: Westport bietet mit dem Buller River und der umliegenden hügeligen Landschaft außerdem die perfekte Kulisse fürs Horsetrekking (Bullers Adventures).

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Wenn du stattdessen auf der Nordinsel nach einem Surfspot suchst, dann pack die Kleinstadt Raglan (in der Nähe von Hamilton) auf deine Reiseroute. Manu Bay gilt als DER Ort, um erstklassige Surfer zu beobachten und Raglan selber ist ein charmantes Örtchen mit vielen Cafés, Restaurants und Pubs. Hier kannst du dich also als Kellner einquartieren und in deiner Freizeit surfen, kajaken, schwimmen, kiteboarden oder einen Ausflug zu den nahegelegenen Bridal Veil Falls machen.

Nachdem du unzählige Stunden auf dem Wasser verbracht hast, willst du dir Neuseelands Meeresbewohner mal genauer ansehen? Dann sind die Orte im zweiten Teil der Serie genau richtig für dich: Meet the locals!

Welche dieser Städte ist dein Favorit? Kennst du noch einen anderen grandiosen Ort, der sich perfekt für Work & Travel in Neuseeland eignet?

 

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