Queenstown – Wenn der Himmel die Erde küsst

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Queenstown. Nie war ein Name so passend, denn diese Stadt ist einer Königin würdig. Besser gesagt ist sie die Königin unter allen Städten in Neuseeland. Als sich der Bus nach dem Ausflug zum Milford Sound wieder der Stadt nähert, kommen wir zunächst an unzähligen Schäfchen und Kühen vorbei, die sich in die Hügellandschaft schmiegen.
IMG_2697-001IMG_2696-001Dann fahren wir um eine Kurve und der 80 Kilometer lange Lake Wakatipu erstreckt sich vor uns. Was für ein Anblick.

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Je näher wir der Stadt kommen, desto mehr verfärbt sich der Himmel.

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Die Legende von Queenstown

Lake Wakatipu ist laut einer Maori Legende durch den Tod des Riesen Matau entstanden. Er hatte Manata, die Tochter eines Maori-Chiefs entführt. Dieser hat daraufhin dem Retter die Hand seiner Tochter versprochen. Der tapfere Krieger Matakauri rettete Manata und setzte den Riesen in Brand, wodurch sich ein großes Loch in Form seines Körpers in den Boden brannte. Die Flüsse aus den Bergen füllten das Loch mit Wasser und der riesige See entstand.

Das Mysteriöse an der ganzen Sache ist allerdings, dass das Wasser des Sees alle fünf Minuten um 12cm ansteigt und wieder sinkt. Die Maori glauben, dass das Feuer Mataus Herz nicht zerstören konnte und der Herzschlag des Riesen für den Anstieg des Wassers verantwortlich ist.

IMG_2707Endlich in Queenstown angekommen schnappe ich mir einen Ferburger, der angeblich der allerbeste Burger weit und breit sein soll. Tagsüber bilden sich lange Warteschlangen vor dem Laden und man muss eine Nummer ziehen. Vielleicht bin ich auch nur ausgehungert, aber der Burger schmeckt wirklich genial und ist der perfekte Abschluss eines wunderschönen Tages.

Am nächten Morgen mache ich es mir zur Aufgabe, Queenstown zu erkunden. In der verhältnismäßig kleinen Innenstadt befinden sich unzählige Bars und Cafés. Das eigentliche Stadtzentrum ist allerdings der Strand am See, an dem sich alle treffen und Frisbee Golf spielen, sich Sonnen oder Kajak fahren.
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Queenstown hat knapp 11.000 Einwohner und kann nicht nur auf eine interessante Goldgräbergeschichte zurückblicken, sondern ist auch ein heiliger Ort für alle Adrenalinjunkies dieser Welt: Hier wurde das Bungy Jumping erfunden und seit Jahrzehnten entstehen hier immer wieder neue Attraktionen!

Eine witzige Aktion ist zum Beispiel mit der Gondel ($26) auf einen Berg am Stadtrand hochzufahren und von dort mit einem Rennrodelschlitten ($10) wieder runterzudüsen.

luge-001Queenstown macht seinem Ruf als „Neuseelands Zentrum des Abenteuertourismus“ wirklich alle Ehre: Skifahren, Mountainbiking und Hiken, Paragliding, Bungy Jumping, Fallschirmspringen, Canyon Swing (Pendel Bungy Jump von einem Kliff) und Jet Boating durch Schluchten sind nur ein paar Beispiele. Wie soll man sich bei der ganzen Auswahl bloß entscheiden? Und vor allem, wie schafft man es, diese Stadt nicht völlig pleite wieder zu verlassen?

Da der ganze Abenteuertourismus Unmengen an Backpackern anzieht, ist Queenstown auch eine Partyhauptstadt geworden. Will man hier im Hostel überleben, dann muss man sich unweigerlich den partywütigen Briten anschließen und mitfeiern.

Nicht nur, dass ein gewisser Alkoholpegel beim späteren Einschlafen hilft, wenn der Zimmernachbar betrunken Kinderlieder losschmettert und beim Versuch, die Hochbettleiter zu erklimmen das halbe Zimmer verwüstet – nein, man wird auch die besten Partynächte seines Lebens erleben, wenn man mit dem halben Hostel von Pub zu Pub zieht und um sechs Uhr morgens glücklich feststellt, dass das Hostel nur fünf Minuten entfernt liegt.

Am nächsten Tag bietet es sich an, sich an den Strand zu legen und leicht verkatert über den See zu blicken. Vielleicht kann man ja sogar seinen „Herzschlag“ sehen! Oder ist das bloß der Restalkohol? ;)

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PS: Liebes Queenstown, das muss ich jetzt einfach mal sagen. Das Herumrutschen auf dem Stuhl passiert nicht aus Nervosität, sondern weil sich mein Körper nicht entscheiden kann, ob er einfach hierbleiben will mit dir oder noch ein Stückchen weitergehen! Hach, ich habe mich in dich verliebt. Wärest du nicht sprichwörtlich am anderen Ende der Welt, dann würde ich bleiben, Busfahrerin werden und jeden Tag glücklich an deinem grandiosen Lake Wakatipu entlangfahren…

Warst du schon einmal an einem Ort, der dich absolut von den Socken gehauen hat und an dem du am liebsten geblieben wärst?

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