Muir Woods – Eine Kathedrale aus Bäumen

Nach San Franciscos lauter Begrüßung am Vortag machen wir erst einmal einen kleinen Ausflug zu den friedvollen Redwood Mammutbäumen im Muir Woods National Monument! Wir kommen frühmorgens an und sind froh, dass wir Pullover dabei haben, denn im Wald ist es gefühlte zehn Grad kälter als in der Stadt. Die circa 80 Meter hohen Bäume sind wirklich grandios und der Wald wirkt wie eine riesige Kathedrale. Viele der Coast Redwoods sind über 800 Jahre alt, manche sogar mindestens 1000. Sie wachsen neben toten Bäumen, verrottenden Stämmen und diversem Gestrüpp. Der Wald bietet einer großen Anzahl von Pflanzen und Tieren, die sich an das schwache Licht und die feuchten Bedingungen gewöhnt haben, einen Lebensraum. Schwertfarne und Moose wachsen im Nasskalten, Ahornbäume recken und strecken sich, um etwas Sonne zu erreichen und wilde Blumen zieren den Waldboden. In diesem stillen Wald scheinen kaum Tiere zu leben, doch wenn man ganz leise ist, kann man Eulen, Fledermäuse, Rehe, Waschbären, unzählige Vögel, Streifenhörnchen und Eichhörnchen hören und vielleicht sogar sehen.    Nebel und Feuer Redwoods blühen nur an Kaliforniens Küsten im Nebel-Gürtel wirklich auf. Im trockenen Sommer sorgt der kondensierende Nebel für die Wasserversorgung. Ein weiterer wichtiger Überlebensfaktor im Wald ist Feuer. Jahrzehntelang haben Menschen Waldbrände verhindert und damit dem Wald leider eher geschadet, als das sie in geschützt haben. Feuer hat nämlich eine wichtige Funktion. Zum einen wird der Wald quasi durchgelüftet – kleinere Pflanzen verbrennen und lassen mehr Licht durch. Zum anderen werden auf diese Weise Schädlinge und Pilze vernichtet und der Boden von Torf befreit und mit Nährstoffen angereichert. Die Rinde der Redwoods ist so dick, dass sie Waldbrände überleben, auch wenn sie manchmal Narben davontragen. Schwächere Bäume werden ausgesiebt, sodass die gesunden Bäume mehr Platz haben.  Bevor Menschen in die Natur eingriffen fanden circa alle 20 Jahre Waldbrände statt. Heutzutage… Weiterlesen

San Franciscos Begrüßung mit einem Knall

Ein lauter Knall ertönt, der Boden vibriert und neben mir steigt Rauch auf. Ich höre Kinder schreien und sehe hastige Schritte überall in den Menschenmassen. Nein, ich befinde mich nicht in einem Kriegsgebiet, sondern mitten in San Francisco – auch wenn es so klingt, als würden Bomben explodieren und Maschinensalven abgefeuert. Nach dem langen Roadtrip die Scenic Route 1 entlang haben wir uns direkt in den nächsten Programmpunkt gestürzt und eine Ghost Tour durch San Franciscos Chinatown gemacht. Das einzige Problem: Wir haben genau den Abend erwischt an dem die Parade für das chinesische Neujahrsfest stattfindet, weswegen San Francisco zu dem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich der lauteste Ort der Welt war! Chinatown und alle restlichen Straßen waren komplett verstopft und selbst unser Guide (der das eigentlich hätte wissen müssen) kam eine Stunde zu spät. Dann ging es aber los und wir wurden  in die Besonderheiten und Legenden von San Franciscos Chinatown eingeführt. Die Chinesen glauben, dass sich böse Geister nur geradeaus (also vor und zurück) bewegen können. Bewohner eines Hauses, auf dessen Hauseingang eine Straße trifft, bringen deshalb Spiegel an ihren Fassaden an, um die Geister zu reflektieren und vom Haus fernzuhalten. Überall in Chinatown kann man diese kleinen Spiegel entdecken. Ein sehr beliebter Zeitvertreib in Chinatown ist Gambling. Das wird hier allerdings nicht mit Karten gemacht, sondern mit Mahjong! Ich kann mir irgendwie nicht so ganz vorstellen, wie das bei diesem langwierigen Spiel gehen soll. Das Resultat ist jedenfalls meistens der Gang zum Pfandleiher. Deswegen, erklärte uns der Guide, ist es sehr wichtig, ein bestimmtes Ritual einzuhalten, wenn  man auf einem Flohmarkt einen Gegenstand kaufen möchte. Man soll ihn in die Hand nehmen, sich kurz vorstellen, der Sache erklären, dass man sie kaufen möchte und wenn sich der Gegenstand in der Hand immer noch gut anfühlt, kann man ihn kaufen. Der Grund:… Weiterlesen

Der schönste Roadtrip der Welt

Der zweite Abschnitt  meiner Weltreise beginnt! Ich freue mich unglaublich, dass ich Helen und meinen ehemaligen Host Dad Gary, den ich 2007 während meines High School Jahres in Washington State kennengelernt habe, wiedersehe. Die beiden stellen mich überall als ihre „German daughter“ vor und so fühlt es sich auch an. Damit uns in den nächsten drei Wochen nicht langweilig wird ;-), haben wir uns einen anspruchsvollen Roadtrip zusammengestellt und werden einen Haufen Meilen durch verschiedene Staaten zurücklegen. Zunächst müssen wir allerdings irgendwie aus Los Angeles rausfahren und kämpfen ein paar Stunden lang mit dem Verkehr. Für die Highways in und um Los Angeles muss man wirklich viel Zeit einplanen. (Wenigstens gibt es meistens Fahrspuren für „carpools only“, auf denen nur Autos mit zwei oder mehr Passagieren fahren dürfen. )  Deshalb halbieren wir die Strecke von Los Angeles nach San Francisco, auch wenn sie auf einer Karte als machbar erscheint,  lieber und fahren nach Morro Bay. Endlich außerhalb des Großgebiet von Los Angeles raus, ist die Route 101 wirklich super! Der Highway windet sich durch Hügel und ist schön kurvig zu fahren. Die Landschaft ist wunderbar und unterwegs entdecke ich immer wieder Falken und Adler. Morro Bay ist ein typisches kalifornisches Surferstädtchen. Wir entspannen abends an der wunderbaren Promenade mit ausgefallenen Läden und Restaurants und haben einem tollen Blick auf den nebligen Morro Rock, einen 50 Millionen Jahre alten erloschenen Vulkankegel. Schade, dass wir nicht länger bleiben können, denn man kann hier auch aufs Meer fahren und Wale beobachten, aber am nächsten Tag steht der zweite Teil des Roadtrips nach San Francisco an.   Die Scenic Route 1 ist wirklich eine der schönsten Strecken der Welt! Zunächst ist die Landschaft noch hügelig, aber dann fahren wir hunderte von Meilen weit immer an der Küste entlang. Unterwegs gibt es immer wieder kleine… Weiterlesen

Mexikos verlorene Völker – Azteken und Mayas

An einem meiner letzten Tage in Mexiko City stand das „Museo Nacional de Antropología“ auf dem Programm. In Mexiko lebten unglaublich viele verschiedene Völker – die bekanntesten sind wohl die Azteken oder die Mayas. Das Museum gibt eine super ausführliche Übersicht über die einzelnen Völker und deren Kunsthandwerk. Leider wurden die Infotafeln nur sehr selten übersetzt, weshalb man meistens nicht mehr machen kann, als die Gegenstände zu betrachten. Das ist allerdings auch völlig ausreichend, wenn man nur ein paar Stunden Zeit hat. Die verschiedenen Kulturen etwickelten sich von 1800 v.Chr. bis zur spanischen Eroberung 1521 n. Chr. und hinterließen wunderschöne Objekte. Hier sind ein paar Eindrücke:  Viele der kleineren Skulpturen bestehen aus Stein, Alabaster, Obsidian und anderen Werkstoffen und wurden mit Steinwerkzeugen bearbeitet. Nicht selten sind sie mit Muscheln oder Obsidian verziert. Vasen und ähnliche Gefäße wurden dagegen aus Ton gefertigt. Viele der Masken sind eher als Skulpturen zu betrachten, da sie flache Rückseiten und keine Augen- und Mundöffnungen haben und daher nicht zum Tragen als Masken bestimmt waren.   Die Entstehung der Welt laut einer Überlieferung der Mayas Die Mayas glaubten, dass die Menschheit bereits einmal komplett durch eine plötzliche Flut ausgelöscht wurde. Die Götter waren erzürnt, weil Heiligtümer aus einem Schrein entwendet wurden und erschufen deshalb diese gigantische Flut (Mh, das mit der Flut kommt mir bekannt vor. Hat die Bibel diesen alten Mythos etwa weiterverwertet? ;-) ). Laut Überlieferung wurden daraufhin vier Bäume in den vier Ecken der Welt gepflanzt, damit sich vier heilige Vögel darauf niederlassen konnten. Der Vogel im Süden war gelb, der im Norden weiß, im Westen schwarz und im Osten rot (was stark an die Vorstellung verschiedener Hautfarben erinnert). In der Mitte der Welt wurde als Mahnung ein großer Baum gepflanzt. Für die Mayas stellten die Ozeane das Bindeglied zur Unterwelt dar. Die… Weiterlesen

10 Dinge, die man in Mexiko unbedingt essen muss

Wie kann man ein Land und seine Kultur besser entdecken, als durch seine landesübliche Küche? Das wunderbare am mexikanischen Essen ist, dass es sehr günstig ist und man also viel probieren kann, ohne seinen Geldbeutel zu schröpfen. (Ich war im Supermarkt auf den ersten Blick allerdings etwas verwirrt und mir kam alles sehr teuer vor, denn das Zeichen für den mexikanischen Peso sieht dem Dollar-Zeichen sehr ähnlich.)   Hier ist also eine Zusammenstellung der besten Leckereien, die ich in Mexiko entdeckt habe: Nopales-Salat „Nopales“ ist eine Kaktussorte, die in Mexiko extra als Nahrungsmittel angebaut wird. Wenn man also an riesigen Kaktusfeldern vorbeifährt, handelt es sich nicht um eine extrem gepflegte Wüste, sondern um Landwirtschaft. Die Kaktusblätter werden entweder gekocht serviert, wobei allerdings eine leichte schleimige Konsistenz entsteht, oder sie werden als Salat angerichtet. Der Salat war wirklich sehr lecker und die Kaktusblätter sind vom Geschmack her ungefähr mit Paprika vergleichbar. Maracuja-Tee mit ganzen Obststücken Super erfrischend! Quesadillas aus schwarzen Tortillas  Die Tortillas werden aus schwarzem Mais hergestellt und mit Käse gefüllt. Barbacoa Das sind mit Zwiebeln und Hammelfleisch gefüllte Tortillas. Sie haben mich gerettet, als mir am zweiten Tag in Mexiko während der Vulkanüberquerung die Höhenlage mies mitgespielt hat. Tortilla-Suppe mit Avocados Besonders lecker ist auch Avocado als Aufstrich auf dem Brötchen oder einfach frische Avocados pur zu löffeln! Enchiladas und Nachos mit viiiel Guacamole  Diese Klassiker müssen natürlich auf jeden Fall sein. Und wie nicht anders zu erwarten, schmecken sie in Mexiko am allerbesten. Was mich allerdings verwundert hat war, dass man in Mexiko „Burritos“ eher selten auf der Speisekarte findet. Die sind anscheinend nicht ganz so beliebt. Frischer Orangensaft In Mexiko gibt es eine extra Orangensorte speziell für Saft. Die Orangen sind kleiner und nicht wirklich orange, sondern gräulich fleckig. Sie enthalten mehr Fruchtzucker als normale Orangen, weshalb… Weiterlesen

Der Ort, an dem man zum Gott wird

Einen Aztekentempel zu besuchen ist eine Sache, die definitiv auf meiner Reisetraumwunschliste steht. In Mexiko habe ich die Chance, die Ruinen eines sogar weitaus älteren und mysteriöseren Volks  zu besichtigen: Teotihuacán. Diese Ruinenstadt beherbergt gewaltige Pyramiden, die lange Zeit für Berge gehalten wurden, bevor sie ausgegraben wurden. Die Stadt liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko City und war die beherrschende Kultur der „klassischen“ Periode und der eigentliche Vorgänger des Aztekenreiches. Dort wohnten circa 300.000 Menschen, deren Einfluss sich über das ganze Land bis in das Gebiet der Maya auf der Halbinsel Yukatan und nach Guatemala erstreckte. Zwischen 100 und 650 nach Christus war die Stadt das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und militärische Zentrum Mesomerikas und mit Abstand die größte Stadt auf dem amerikanischen Kontinent und eine der größten der Welt. Die verblüfften Azteken Die Azteken fanden Teotihuacán bei ihrer Einwanderung bereits als Ruinenstadt vor, die seit Jahrhunderten verlassen war. Sie sahen in ihr einen mythischen Ort und gaben ihr den Namen Teotihuacán, der so viel bedeutet wie „Wo man zu einem Gott wird“. Die Tatsache, dass selbst die Azteken  –  ein für seine Zeit sehr fortgeschrittenes Volk – diese Ruinenstadt als außergewöhnlich und fast schon außerirdisch verehrten, hat mich ziemlich beeindruckt. Leider wissen Archäologen viel zu wenig über dieses uralte Volk der Teotihuacáner. Wenn man sich allerdings die vielen und vor allem steilen Stufen der Pyramiden hochquält (Waren die Menschen früher nicht eigentlich sehr viel kleiner als wir? Wie sind die bitteschön da hochgekommen, ohne auf allen Vieren krabbeln zu müssen?!!) dann wird einem die Bedeutung und Größe dieses Volks bewusst. Die Stadtanlage Um 200 v. Chr. erhielt die Stadt ihre wichtigsten Merkmale: Die gewaltige Pyramide der Sonne, die Pyramide des Mondes sowie die Calzada de los Muertos (Straße der Toten). Für die Errichtung der 70 Meter hohen Sonnenpyramide wurden zweieinhalb Millionen Tonnen Steine bewegt –  ohne Radwagen,… Weiterlesen

Die Stadt der Gegensätze

Bevor ich nach Mexiko geflogen bin, wusste ich zugegebenermaßen nicht wirklich viel über das Land und seine Kultur. Ich kann kein Spanisch und außer meiner Liebe zum mexikanischen Essen und meinem Interesse an den Ruinen der Azteken verband mich nichts mit Mexiko. Insgeheim hatte ich ein sehr altmodisches Bild im Kopf: Mexikaner, die auf Eseln reiten, Sombreros tragen und gegen einen Kaktus gelehnt ein Nickerchen machen. Natürlich weiß ich, dass das bloß ein stereotypes Bild ist und doch war ich überrascht, wie modern Mexiko City tatsächlich ist. Der Anflug auf diese Stadt präsentierte mir ein überwältigendes  Häusermeer. Eine faszinierende Mischung aus Erster und Dritter Welt, kultureller Schmelztiegel, teilweise supermodern oder sehr alt, superreich oder sehr arm. Mexiko City ist definitiv eine Stadt der Gegensätze. Hier findet man Hochhäuser, Paläste aus der Kolonialzeit, Häuser im Artdeco-Stil, wunderschöne Alleen, Parks und bunte Fantasie-Kunstwerke, aber auch Verkehrschaos, zerfallene Häuser und Lärm auf den Straßen.   Mexiko City wurde früh durch indianische Völker, dann durch die Spanier und inzwischen immer mehr durch die Nachbarschaft zu den USA geprägt. Die Spuren all dieser Entwicklungen sind sichtbar. Ähnlich wie in den USA werden überall Mini-Dienstleistungen (Parkeinweiser, Supermarkteinkauf-in-Tüten-Einpacker) angeboten  und amerikanische Supermarktketten wie Walmart sind längst in Mexiko angekommen. Was allerdings nach einer Weile sehr nervt, sind die Leute, die einem an roten Ampeln oder in dickem Stau die Autoscheiben waschen wollen (und einfach ungefragt damit anfangen!) oder einem Kleinigkeiten wie Essen und Krimskrams bis hin zu Klopapier verkaufen wollen und dabei fast überfahren werden. Innovation vs. Rückständigkeit Die Stadt ist voller Malls und Hochhäuser (obwohl es sich um ein Erdbebengebiet handelt) und es wird sehr viel neu gebaut, renoviert und verschönert. Viele Straßenlaternen werden außerdem mit Solarenergie betrieben und Parkhäuser sind mit Sensoren ausgestattet, die einen automatisch zu einem freien Platz leiten. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind… Weiterlesen

Oaxtepec – Mexiko Citys Zufluchtsort

Für das Wochenende nimmt mich mein Onkel in sein Wochenendhaus in Oaxtepec mit. Das ist ein kleines Örtchen ca. 100km außerhalb der Stadt und ist bei den Städtern sehr beliebt, um dem Stadtlärm am Wochenende zu entfliehen. Das einzige Problem ist, dass man erst einige Höhenmeter überwinden muss. Mexiko City ist komplett von Vulkanen umzingelt, was man manchmal komplett vergisst, wenn der Smognebel die Vulkane verschluckt. Die Stadt liegt bei ca. 2250 Höhenmetern, dann erreicht man auf einem Pass 3000 Meter Höhe und kommt schließlich in Oaxtepec bei 1200 Metern an. Da es erst mein zweiter Tag in Mexiko ist und mich der Jetlag noch in seinem eisernen Griff hat, nimmt mich der Höhenunterschied ziemlich mit. Mein Blutdruck sackt ab und mir wird schwindelig, während sich die kurvige Autobahn durch die Berge schlängelt. Eine Mittagspause in einem kleinen Örtchen direkt neben der Autobahn ist meine Rettung. Cola hat noch nie so gut geschmeckt! Oaxtepec ist klein und verwinkelt. Im Hintergrund sieht man den Popocatépetl mit seiner Rauchfahne und weitere aufgefaltete Berge und es ist hier ca. 5°C wärmer als in Mexiko City. Die Idylle trügt allerdings ein kleines bisschen, denn es gibt hier kleine Skorpione und giftige Spinnen. Man sollte also nicht barfuß durch die Gegend laufen. Ganz in der Nähe steht eine der ältesten noch erhaltenen Haciendas Mexikos. Sie wurde in ein riesiges Hotel umfunktioniert und ist ein wunderschöner kleiner Ausflugsort:   Nur eine halbe Stunde von Oaxtepec entfernt liegt ein weiteres sehenswertes mexikanisches Örtchen: Tepoztlán. Die Straßen sind steil, die Gassen klein und sonntags findet dort ein großer Markt statt. Man kann nach Teppichen, Schmuck, Figürchen, typischen Holz- und Keramikschalen und Kleidung, die mit mexikanischen Mustern verziert ist, stöbern. Leider ist in meinem Backpack kein Platz dafür. Besonders interessant ist das Eingangstor zum Dorfplatz. Es ist mit einem… Weiterlesen

Mexiko City – Eine chaotische Begrüßung

Mein Flugzeug rast von der Landebahn zum Parkplatz, denn alle zwei Minuten landet ein weiteres Flugzeug. Nach 24 Stunden Reise komme ich endlich in Mexiko City an und werde von der Stadt mit einer schönen warmen Brise und Smognebel begrüßt. Ich kann durch den Dunst die Sonne  nur erahnen und  bin froh darüber, denn auf diese Weise habe ich etwas Zeit, mich an die Wärme zu gewöhnen. Die Stadt ist ein Wirrwarr aus irgendwie angenehmem Lärm: Lebendiger Trubel, Sirenen, über der Stadt kreisende Flugzeuge, hupende Autos und Alarmanlagen. (Kleine Notiz am Rande. Wer die Serie „How I met your mother“ kennt und Folge 15 aus Staffel 2 gesehen hat: Die nervtötende Alarmanlage mit 20 verschiedenen Geräuschen und Melodien existiert wirklich! Ich dachte immer, das sei bloß eine Erfindung der Serie. Ich hätte den Hersteller dieser Alarmanlage jedenfalls gerne geohrfeigt, als ich um zwei Uhr morgens davon geweckt wurde!) Als zweites bemerke ich die vielen Gerüche, die mir aus jedem Winkel  der Stadt entgegen strömen. Überall wird an kleinen Ständen und in Mittagsrestaurants leckeres Essen angeboten. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der Großteil der Mexikaner sehr dick ist. Mittlerweile herrscht in Mexiko sogar eine größere Fettleibigkeit als in den USA, weshalb seit Januar eine Steuer auf süße Getränke erhoben wird. Eine weitere Auffälligkeit sind die vielen VW Käfer, die die Stadt bevölkern. VW Käfer wurden lange Zeit in Mexiko produziert und sind hier sehr günstig und beliebt. Früher waren sogar alle Taxen in der Stadt kleine grasgrüne VW Käfer. Ich habe während der paar Tage bestimmt 200 Exemplare in jedwedem Zustand gesehen – ob gepflegt und poliert, rostig und zerbeult oder individuell bemalt. Der Verkehr in Mexiko City ist genauso antiquiert wie diese kleinen Käfer. Ich bin sehr froh, dass ich hier nicht selber fahren muss und ich mich… Weiterlesen

Oh wie schön ist Panama.

Schade eigentlich. Man fliegt ewig viele Stunden um die halbe Welt und steigt in einem weit entfernten Land am Flughafen um und alles was man zuerst denkt ist: „Wann fliege ich endlich weiter?“ Keine Neugier auf das Land oder auf die Menschen, sondern bloß pure Erschöpfung. Meine Reise fing mit einer gestressten Autofahrt zum Flughafen an, dann bekam ich vom Flughafenbus eine viertelstündige Sightseeingtour über den kompletten Flughafen geboten und sah mich schließlich mit 10 Stunden Flug konfrontiert. Glücklicherweise war das Entertainment-Programm der Airline mehr als dürftig (sage und schreibe ein einziger Film!), weshalb ich mich voll und ganz der Disziplin „wie-schaffe-ich-es-zu-schlafen-ohne-dass-mir-meine-Beine-dabei-wegsterben“ widmen konnte. Ein obligatorisches schreiendes Baby war zwar dabei (das unfairerweise seinen Unmut und die Langeweile laut herausschreien durfte, während ich bloß still vor mich hin seufzen konnte!), doch die Flugzeugmotoren waren wenigstens so laut, dass ich den schnarchenden Sitznachbarn nicht mehr hören konnte/musste. ;) Nach einem Zwischenstopp in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik ging es zwei himmlische Stunden weiter nach Panama. Es waren dort so viele Leute ausgestiegen, dass ich drei Sitze für mich alleine hatte und noch eine schöne Mütze Schlaf abbekam! Diese Zeilen schreibe ich nun also in Panama. Einem Land, das ich nur aus Janosch-Kinderbüchern kenne, weshalb es mir fast wie ein erfundener Ort vorkommt. Ich habe knapp vier Stunden Aufenthalt und versuche völlig übermüdet die genuschelten spanischen Flughafendurchsagen zu verstehen, was mit meinem rudimentären Mix aus Französisch- und Italienischkenntnissen etwas schwierig ist. Und trotzdem bin ich froh, dass ich keinen Direktflug gebucht habe, denn ich wurde mit einem der schönsten Sonnenaufgänge der Welt belohnt! Ich bin komplett zufrieden. Dieser Sonnenaufgang markiert für mich den Anfang meiner Weltreise und lässt mich realisieren, dass ich das wirklich mache. In diesem Augenblick! Insgesamt dauert meine Hinreise nach Mexiko 24 Stunden und ich habe das Zeitgefühl… Weiterlesen

  • Meine Flaschenpost an dich


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